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Bericht aus der lokalen Tageszeitung " Die Harke" vom 30. April 1968 Junge Rehburger ganz auf Zukunft Meister der 2. Kreisklasse will Jugendarbeit weiter forcieren Groß ist die Freude in Rehburg: Der RSV gehört nach dem Titelgewinn der 2. Kreisklasse wieder der höchsten Spielrunde des Nienburger Raumes an. "Wir haben auf die in eigener Jugend heranwachsenden Spieler vertraut und damit Erfolg geerntet", freute sich Friedrich-Wilhelm Engelke (45), Chef im Rehburger Rathskeller und "nebenbei" 1. Vorsitzender des Vereins, dem er seit rund zehn Jahren vorsteht. "Wir haben keinen ortsfremden Spieler in der Meistermannschaft", stellte Engelke mit berechtigtem Stolz fest. "Und wir werden die Jugendarbeit weiter forcieren", meinte der Mann, dem mit Spielleiter und Trainer Ernst-Günter Dökel (23) und Mannschaftsbetreuer Günter Hermann (36) – beide sind seit ein paar Jahren im Amt – größter Anteil am schönsten Erfolg zukommt. Neben den 13 Spielern natürlich. Der RSV Rehburg hat wechselvolle Zeiten hinter sich. Anfang der 50er Jahre gehörte er mehrere Spielzeiten der Bezirksklasse an. Dann begann eine große Krise. Sie ließ den Verein bis in die 2. Kreisklasse absinken. 1961 sah es wieder besser aus, als der RSV für einige Jahre in die 1. Kreisklasse einzog. Wieder kam der Abstieg – und nun erneut der Aufstieg. Heute zählt der RSV Rehburg rund 120 Mitglieder und sechs spielende Fußballmannschaften: zwei Männerteams, eine Altherren-Vertretung, je eine A-, B- uns Schülermannschaft. Die Knaben-"Truppe" ist im Aufbau. Beinahe erfreulicher noch als der jüngste sportliche Erfolg, den sich der RSV endgültig vor mehr als einer Woche sicherte. Ist die Tatsache, dass man in Rehburg den Blick ganz auf die Zukunft gerichtet hat: "Wir dürfen wirklich zuversichtlich sein", stellte Engelke fest. "Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn der neue Sportplatz, der im Sommer fertig werden dürfte, und die im Bau befindliche Sporthalle uns nicht merklich voranbringen. Schließlich werden wir damit in absehbarer Zeit ausgezeichnete Voraussetzungen für Training und Spiel aufweisen. Dank der Stadt und anderen. Dank aber muss gerade jetzt der Firma Gummi-Henniges gelten, die uns in der Übergangszeit kräftig unter die Arme griff, indem man uns den Ausweichplatz zur Verfügung stellte, den wir jetzt benutzen." Sehr erfreulich auch, dass die Rehburger Meistermannschaft ein Durchschnittsalter von nur rund 21 Jahren aufweist. Sieht man dies, die sich abzeichnenden guten sächlichen Voraussetzungen für den Sport und nicht zuletzt konsequente Vereinsführung in dem notwendigen engen Zusammenhang, um Gegenwart und nahe Zukunft des Rehburger Vereins recht zu umfassen, darf man vom RSV einiges erwarten. Und das sind die Spieler, die den Titel holten: Mannschaftsführer Erwin Franke (29), Günter Brunschön (19),
Ernst-Günter Dökel (23), Gerd Graeve (19), Walter Graeve (23), Willi
Grieslawski (19), Norbert Grote (19), Walter Hermann (23), Heinrich Kick (19),
Walter Pletz (27), Helmut Precht (27), Peter Rothe (21) und Günter Schäfer
(25)
Oben von links: Günter Brunschön, Norbert
Grote, Helmut Precht, Gerd Graeve, Walter Pletz, Walter Graeve Für die neue Saison 1968/69 wurde dem Verein von Bürgermeister Dr. Hübner, stellvertretend für den Rat der Stadt Rehburg, der neue Sportplatz übergeben. |