Chronik des RSV Rehburg 1969


Bericht aus der lokalen Tageszeitung " Die Harke" vom 1. Spiel auf dem neuen Rasenplatz 1969

Bürgermeister übergab neuen Sportplatz

Zum Auftakt Freundschaftsspiele in Rehburg – 300 Zuschauer

Rehburg.
Für Sportler und Fußballfans war die Einweihung des neuen Sportgeländes am Sonntag Nachmittag ein besonderes Ereignis. Geradezu ideal liegt das neue Rasengelände in der Nähe der Schulen und der bereits gerichteten Turnhalle, die etwa in acht Wochen benutzbar sein soll. Mit erheblichen finanziellen Zuwendungen der Stadt und in vielen freiwilligen Arbeitsstunden wurde das neue Werk geschaffen, auf dem künftig vor allem Fußballspiele stattfinden sollen.

Rund 300 Zuschauer aus Stadt Rehburg und der umliegenden Gemeinden mögen es wohl gewesen sein, die sich zu den schlichten Einweihungsfeierlichkeiten eingefunden hatten. Nach kurzen Grußworten des 1. Vorsitzenden Engelke liefen die Altherren-Mannschaften des SC Stolzenau und des RSV zum Eröffnungsspiel ein. Es gab Blumen für die Mannschaft des RSV Rehburg und nach dem Wimpelaustausch begann der sportliche Wettkampf, in dessen Verlauf keine Mannschaft großartige Einsätze zeigte. In freundschaftlichem Verhältnis wurden Härten vermieden und Tore waren mehr oder weniger Glückssache. Am Ende hieß es 2:9 für die Mannschaft aus Stolzenau, die vor allem in der zweiten Hälfte besser aufspielten.

Bevor das eigentliche Spitzenspiel zwischen der ersten Mannschaft des RSV und aus Nienstädt begann, sprach Bürgermeister Dr. Hübner zu Sportlern, Vereinsfunktionären und Zuschauern.

Er freute sich, dass er im Auftrag des Stadtrates einen so guten Fußballplatz übergeben könne. Stadtverwaltung und Rat hätten alles getan, damit nunmehr ein ordentlicher Spielbetrieb herrschen könne.

Bevor Bürgermeister Dr. Hübner den Anstoß zu dem Schlagerspiel RSV- Nienstädt gab, spielte der Spielmannszug des Schützenvereins. Danach folgte ein Spiel voll Spannung und guten Leistungen, wobei die Gäste durchweg überlegen waren, obwohl das Endergebnis 1:3 nicht in die spielerischen Leistungen von Nienstädt zum Ausdruck bringt. Technisch waren die Gäste besser, während die Rehburger manches durch Kampfgeist wett machte. Rehburg hatte in der dritten Minute Pech, als durch ein Missverständnis zwischen dem Torwart und drei Abwehrspielern das 0:1 fiel. Unachtsamkeit des einheimischen Torwarts brachte den Gästen in der 17. Minute das zweite Tor. In der 57. Minute gelang Schmidt der Anschlusstreffer. Danach drängte Rehburg mächtig. Hierbei übersah der Schiedsrichter ein Handspiel der Nienstädter. Die Gäste nutzten die allgemeine Verwirrung und gelangten zum dritte Tor. Weitere Bemühungen der Platzherren scheiterten an den glänzenden Einsätzen des Gästetorwarts und an der eigenen Nervosität.

Altherrenspiel RSV – SC Stolzenau anlässlich der Sportplatzeinweihung 1969


Bürgermeister Dr. Werner Hübner (links) und der 1. Vorsitzende Friedrich-Wilhelm Engelke bei der Festrede

Freundschaftspiel zwischen RSV Rehburg und dem SV Nienstadt anläßlich der Platzeinweihung

Im gleichen Jahr konnte auch die neue Turnhalle an die Rehburger Sportjugend übergeben werden, sie trug im Winterhalbjahr erheblich dazu bei, dass der RSV seinen Platz in der 1. Kreisklasse behaupten konnte, denn der jungen Mannschaft fehlt es noch an Routine, die man jedoch durch verstärkten Kampfgeist wettmachen konnte.

Im Frühjahr 1969 musste der Verein durch den frühen Tod seines 1. Vorsitzenden Friedrich Wilhelm Engelke einen schweren Verlust hinnehmen. Der Platz dieses Idealisten und untadeligen Sportmannes konnte bis auf den heutigen Tag nicht ganz ausgefüllt werden.

Als sein Nachfolger wurde auf der Generalversammlung am 25. Oktober 1969 der langjährige 2. Vorsitzende Karl-Heinz Droste gewählt. Dieser gehört seit 1948 dem RSV an und ist seit 1955 2. Vorsitzender gewesen. Kurt Storch, Gründungsmitglied des RSV, wurde zum 2.Vorsitzender gewählt. 
Der übrige Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Schriftführer Dieter Fallnacker, Hauptkassierer Norbert Grote, Jugendwart Ernst-Günter Dökel, Obmann für Sozialhilfe Friedel Voigt, in der Jugendabteilung arbeiten Ernst Brunschön, Claus-Dieter Schmidt, Walter Schmidt, Klaus Droste, Gerd Graeve und Paul Herzog mit. Das Herrentraining wird von H. Grimm geleitet.

In den Jahresberichten konnten die Mitarbeiter des Vorstandes einen positiven Bericht abgeben. So ist die Finanzlage des Vereins gesund, und der Tabellenstand der laufenden Saison zeigt, dass die Arbeit des Trainers nicht ohne Erfolge geblieben ist. Als Aushängeschild bleibt stets die 1. Mannschaft zu nennen, betonte Trainer Grimm, der die passiven Mitglieder aufforderte, sich dienstags und donnerstags an den Trainingsstunden in der Turnhalle zu beteiligen. Auch diejenigen Spieler, die für die Erstvertretung nicht mehr berücksichtigt werden können, sollten diese Gelegenheit der Körperschulung sich nicht entgehen lassen.

Die Jugendarbeit, hier war die Schülermannschaft durch den Staffelsieg im vorigen Jahr besonders erfolgreich, wurde von Jugendwart Dökel beleuchtet.

Kritik übte man an den mit Sportmitteln erbauten Clubheim, das von mehreren Parteien genutzt wird. Dem RSV fehlen hier zwei Räume um die erforderlichen Spielgeräte unterbringen zu können. Der Vorstand wurde beauftragt mit der Stadtverwaltung über die Überlassung von erforderlichen Räumlichkeiten zu verhandeln.

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