Chronik des RSV Rehburg 1971

Auf der Generalversammlung 1971 trat der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Droste wegen privater Arbeitsüberlastung von seinem Amt zurück. Er schlug vor, jüngeren Sportkameraden die Leitung des Vereins zu übertragen. Als 1. Vorsitzender wurde Horst Papenhausen gewählt, als Mitarbeiter stehen ihm Dieter Fallnacker, Norbert Grote, Paul Herzog und Claus-Dieter Schmidt zur Seite. Karl-Heinz Droste wird zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

Der Vorstand des RSV Rehburg im Jubiläumsjahr 1971

Horst Papenhausen
1. Vorsitzender
Dieter Fallnacker
1. Schriftführer
Norbert Grote
Kassierer
Karl-Heinz Droste
Ehrenvorsitzender
Paul Herzog
Jugendwart
Claus-Dieter Schmidt
2. Schriftführer

 

 14. Mai 1971

Liebe Sportfreunde!

Wenn der RSV in diesen Tagen auf ein 25-jähriges Bestehen zurückblicken kann, so spricht das allein für den Verein und sein Wirken in unserer Stadt. Das Leben in einer Gemeinde beschränkt sich nicht nur auf die Vorsorge für die allgemeinen Dinge des täglichen Lebens, vielmehr gehören dazu auch die kulturellen und sportlichen Geschehen.

Der körperlichen Ertüchtigung kommt gerade heute eine besondere Bedeutung zu, und zwar dient sie einmal zum Ausgleich gegenüber dem Berufsleben und Pflege der Gemeinschaft, der Erholung und Unterhaltung. Dabei sollte es nicht so sehr um Spitzenleistungen und Sieg auf jeden Fall gehen, sondern um den fairen Wettkampf. Man sollte, so meinen wir, besonderen Wert auf den Breitensport legen.

Schon oft wurde der Sport die Brücke, auf der sich politische und ideologische Gegner trafen und damit die trennenden Gegensätze überwanden.

Wir freuen uns mit Ihnen, wenn sie heute dieses Jubiläum begehen können und Danken dem Verein für die geleistete Arbeit.

Wir wünschen dem Verein weiterhin eine erfolgreiche und gedeihliche Entwicklung.

gez. Dr. Hübner          gez. Lüer

- Bürgermeister -      - Stadtdirektor –

 

Die Erfolgsstory der ersten Damenmannschaft des RSV Rehburg

Im Jahre 1971 konnte der RSV , nach einigen Vereinen im Kreis Nienburg, auch eine Damenfußballmannschaft ins Leben rufen. Unsere Damen nahmen dann als erstes an einem Hallenpokalturnier in Nienburg teil (siehe Bild unten.
Anschließend kamen einige Freundschaftsspiele bei benachbarten Vereinen.
Am 22. Mai 1971 wurde auf einer Tagung in Nienburg eine Punktspielrunde mit 8 Mannschaften, unter ihnen die RSV-Mädels, gegründet.
Diese Runde beginnt am 10. Juni 1971 mit dem Spiel Liebenau – RSV.

Erste Damenmannschaft des RSV Rehburg

Oben links: Editha Dökel, Ursula Diele, Hannelore Laing, Waltraud Wolters, Brigitta Korte
Unten von links: Erika Spiller, Rita Eichhorst, Heidrun Uhlmann

Die Geschichte einer erfolgreichen Mannschaft
Januar 1971 Vorstandsmitglied Norbert Grote erhielt einen Anruf aus Nienburg: "Könnt ihr an einem Damen-Fußball-Hallenturnier teilnehmen!" Grote sagte ja. Alles gut und schön, aber 8 Spielerinnen mussten her.
Mit Waltraud Wolters (heute Teuerkauf), Ursula Diele (heute Krause), Heidrun Uhlmann (heute Rose), Hannelore Laing (heute Grote), Rita Eichhorst (heute Dökel), Editha Dökel (heute Nordmeyer), Brigitta Korte und Erika Spiller reiste man nach Nienburg. Sie alle ließen sich diese, so glaubte man, einmaligen Gaudi nicht entgehen. Denn wer ahnte schon, dass sich Damen-Fußball in Rehburg einmal so entwickeln würde.
Mai 71 erstmalige Punktspielrunde im Kreis Nienburg auf Kleinfeld
Serie 73/74 1.Bezirksklassen-Saison am Ende Platz 4 unter der Leitung von Günter Schäfer
Serie 74/75 Meister und Aufsteiger in die Bezirksleistungsklasse unter der Leitung von Wilfried Rose, der die Mannschaft von nun an bis 1983 betreute. Doppel-Feier (Rehburg 1 Aufsteiger in die Bezirksliga).
Serie 77/78 Das stärkste RSV-Damen Team, das es je gab. Mit 29:3 Punkten und 49:8 Toren wurde man überlegen und ungeschlagen Meister im Bezirk Hannover.
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Spiel der RSV-Damen gegen Arminia Hannover. Für eine Großdarstellung bitte auf das Bild klicken.
17. Juni 78 Fast auf den Tag genau vor 16 Jahren: Rehburgs-Damen-Mannschaft qualifiziert sich durch Aufstiegsspiele als erstes RSV-Team und erste Kreis-Nienburger-Elf für die Verbandsliga.
Gegner wie Arminia Hannover, Emden, Wilhelmshaven, Rage, Wildeshausen, Delmenhorst, Wolfsburg, Salzgitter, Rühme, Göttingen, Uelzen waren nun an der Tagesordnung.
In diesen 2 Jahren wurde Wilfried Rose vom 1. Vorsitzenden Walter Schmidt unterstützt.
19.April 80

Nach 2 Jahren auf Verbands-Ebene ist der Abstieg besiegelt.
Aber es gab ja noch den Pokal..... !
Ostersamstag wurde man in Hannover durch ein 3:2 bei Fortuna Sachsenroß Bezirkspokalsieger. Im Halbfinale des Niedersachsen-Pokals unterlag man dem Rothenburger SV mit 0:3 Toren

Serie 81/82 Nach dem Abstieg wird man in die Bezirksklasse 6 eingereiht:
Ergebnis, ungeschlagen mit 32:0 Punkten Meister und Aufsteiger in die Bezirksliga.
Serie 82/83 Platz 3, durch Nachwuchssorgen und das altersbedingte Ausscheiden mehrerer Spielerinnen schloss man sich dem SC Stolzenau an und spielte noch eine Saison als SG Rehburg/Stolzenau unter der Leitung von Rainer Gaida.
1984 Das Ende der ersten RSV-Damenmannschaft in Rehburg war besiegelt.

 

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